Gianni Dorigo

Geboren 1953 in Ferrara, heute lebt er in Florenz. Ab 1980 arbeitet er als verantwortlicher Dozent für den Studiengang Visual Design an der Kunstakademie Leonetto Cappiello. Mit seiner ersten Einzelausstellung 1974 (kuratiert von Antonio Bueno) beginnt eine Zusammenarbeit mit Marcello Innocenti und der Galerie Inquadrature, die bis 1982 andauert. 
„Die Leinwände von Dorigo sind das Ergebnis einer einfachen, grundlegenden und unmittelbaren Arbeit. Sie zeichnen sich durch wenige Farbpinselstriche und eine schlichte Malerei aus, die fast alle auf diese große und in vieler Hinsicht neue Kreation von Sprichwörtern und Maximen, die man so zahlreich an den Wänden und Mauern im Paris der 68er-Bewegung zu sehen waren“ (Giuseppe Nicoletti, 1977).  
Seine Erfahrung macht er auf zweierlei Weise: zum einen durch die Wiederverwendung und die Fotodokumentation der Schriften auf den Mauern als natürlicher, allgemein verständlicher Ausdruckskontext mit besonderem Zeichen- und Schreibkodex, den die informelle Kunst und die Pop Art schon verwendet haben, wenn auch in formaleren und ästhetischeren Bedeutungen. Als leidenschaftlicher und sachkundiger Filmemacher führt Dorigo Kunst und Film in einer freien und persönlichen Neuinterpretation zusammen. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, wie der von Mario Monicelli, Folco Quilici, Gillo Ponecorvo und Franco Battiato. Teil seiner Produktion sind auch die “Künstlerbücher” (“Geographie” ist auf der großen Ausstellung „Italienische Künstlerbücher“ im Museum of Modern Art in New York gezeigt worden).

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