Zeichen und Dichtung
Karl Stengel: Zeichnungen auf den Seiten der internationalen LiteraturOpen Space
vom 13. März bis 14. April 2026
Eröffnung am Freitag, den 13. März 2026, um 17.00 Uhr
Via del Trebbio 14 rosso, Florenz
Itaca
vom 24. März bis 14. April 2026
Eröffnung am Dienstag, den 24. März 2026, um 18.30 Uhr
Via San Domenico 22, Florenz
Die Galleria Immaginaria in Florenz, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst und Kultur Itaca Florenz, freut sich, die Einzelausstellung di segno di poesia zu präsentieren, die dem europäischen Künstler Karl Stengel gewidmet ist.
Eine Reise durch das Werk eines Meisters, der 1925 in Novi Sad in Serbien geboren wurde und das gesamte 20. Jahrhundert durchschritten hat. Karl Stengel schuf ein Werk, das zwischen Figuration und Abstraktion schwebt, ähnlich einem inneren Tagebuch, in dem nervöse Linien, intensive Primärfarben und intime Visionen ohne Unterbrechung ineinanderfließen.
In der Ausstellung im Open Space der Galleria Immaginaria sind seine großformatigen malerischen Arbeiten zu sehen. In Stengels Malerei wird die Farbe zu Stimme und Atem: Die großen Leinwände, durchzogen von einem tiefen Lyrismus und einer beinahe körperlichen Emotion, wurzeln im abstrakten Expressionismus und in den kühnen informellen Experimenten der Nachkriegszeit.
Daneben stehen figurative Arbeiten auf Papier, wie ein ununterbrochenes visuelles Tagebuch, bestehend aus schnellen Strichen, eine Schrift des Körpers und des Geistes. Die unterschiedlichen Werke sind vereint durch eine einzige poetische Spannung, die historische Erinnerung und persönliche Dringlichkeit zusammenhält und in Vision verwandelt.
Das Zeichnen und Malen waren für Stengel ein fortwährender Akt, eine lebendige Antwort auf Musik, Literatur und die politischen Umbrüche der Welt. Nicht nur eine innere Notwendigkeit, sondern ein tiefes Bedürfnis nach Freiheit.
Die Zeichnung blieb sein ganzes Leben lang das unmittelbarste und treueste Medium seines Denkens, der Ort, an dem die Idee ohne Vermittlung Gestalt annahm.
Bei Itaca wird zudem eine Auswahl von Büchern mit Zeichnungen gezeigt: Hier durchquert das Zeichen das Wort, und das Wort nimmt das Zeichen auf, wodurch der Betrachter in eine intime und zugleich universelle Begegnung einbezogen wird.
Gelebte, gezeichnete, bewohnte Seiten werden Orte, an denen die Zeichnung nicht illustriert, sondern als Stimme existiert, als Erinnerung, als vitale Notwendigkeit.