Aurelio Amendola

Aurelio Amendola, 1938 in Pistoia geboren, entdeckte Ende der 1950er-Jahre als Autodidakt seine Leidenschaft für die Fotografie. Im Verlauf seiner herausragenden Laufbahn als Kunstfotograf entwickelte er sich zum Meister der Skulptureninszenierung: Mit demselben neugierig-analytischen Blick widmete er sich sowohl antiken und modernen Bildhauern – von Pisano, Jacopo della Quercia und Donatello über Bernini und Canova – als auch zeitgenössischen Künstlern.
In den frühen 1990er-Jahren richtete Amendola seinen Fokus zunehmend auf Michelangelos Skulpturen, die zum zentralen Motiv seiner Schwarzweiß-Arbeiten wurden und sein künstlerisches Œuvre prägen. Gleichzeitig schuf er eine beeindruckende Porträtgalerie der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts: De Chirico, Pomodoro, Schifano, Lichtenstein und Warhol in dessen Factory. Zahlreiche persönliche Begegnungen mit Meistern wie Manzù, Fabbri, Ceroli, Vangi, Kounellis, Pistoletto, Parmiggiani, Paladino, Barni, Ruffi und Mainolfi führten zu vielschichtigen Monografien, denen seine Fotografien eine unverwechselbare Bildsprache verliehen. Besonders eng befreundet war er mit Marino Marini und Alberto Burri.
Amendolas Fotografien wurden in renommierten Ausstellungen in Europa, Asien und den USA präsentiert und zählen heute zu den wichtigsten dokumentarischen wie künstlerischen Zeugnissen der Skulpturenfotografie des 20. Jahrhunderts.

werke