LEERE
AkronosAngela Longares und Anita Mollo
12. – 30. April 2025
Eröffnung am Samstag, den 12. April 2025, um 18 Uhr
Die Galleria Immaginaria in Florenz freut sich sehr, die Ausstellung Vuoto/Leere der Künstlerinnen Angela Longares und Anita Mollo, alias Akronos, zu präsentieren. Die Ausstellung wird am Samstag, den 12. April 2025, ab 18 Uhr eröffnet.
Ein ständiges Merkmal ihres künstlerischen Schaffens ist der Menabò, die Idee des in Arbeit befindlichen Buches, das mit Collage-Technik ausgeführt wird – eine Technik, die die Kunst des 20. Jahrhunderts geprägt hat und aufgrund ihrer starken Fokussierung auf Konkretheit, Materialität und die Greifbarkeit der Sprache gewählt wurde.
Die Sprache ist das wesentliche Instrument, das die Schrift mit Keilschrift- und prä-italischen Alphabeten auf Ton, Holz oder Leinwand eingraviert und ein harmonisches Ganzes mit der Malerei (fast immer in Blau) bildet. Dabei wird nicht nach der Bedeutung gesucht, sondern nach dem Rhythmus, dem Vollem, dem Leerem und den Auslöschungen, um ein mögliches Gleichgewicht zwischen ihrer Welt und dem „Anderen“ zu erreichen.
Diese Menabò, die in dieser Ausstellung gezeigt werden, sind aus “Versuchtsabfällen” gefertigt, aus Seitenfragmenten, die mit einer Vielzahl von Bedeutungen den künstlerischen Weg der Künstlerinnen seit den 1980er Jahren erzählen und als private Autobiografien betrachtet werden können.
Die Schrift von Akronos durchdringt den Bereich der Malerei und verliert dabei ihre ursprüngliche Bedeutung. Dabei zerbricht die bestehende Verbindung zwischen verbalem und grafischem Wert.
Die Aufmerksamkeit für die Konkretheit, Materialität und Greifbarkeit der Sprache, die in der Collagetechnik, der Auswahl von Materialien und unkonventionellen Trägermaterialien zur Geltung kommt, hat die Wiederherstellung der Schriftform, ihrer plastischen Erscheinung und ihrer räumlichen Anordnung unterstützt.
Diese Schriften zeigen eine Erinnerung an die Vergangenheit, die in eine Zukunftsvision übergeht und so ihrem künstlerischen Werk ein Gefühl der Kontinuität verleiht. Diese Kontinuität entsteht aus dem Bewusstsein darüber, wer die Künstlerinnen waren, und dem Streben nach dem, wer sie sein werden. Eine Zukunft, die nicht auf einer weißen, kalten Seite geschrieben wird, sondern auf einer zerkratzten und mit Zeichen versehenen Seite, die von denen hinterlassen wurde, die vor uns kamen. Die Erinnerung an die Zukunft ist ein Strudel von Gegensätzen, Paradoxa und Antithesen, auf der Suche nach der grundlegenden Wahrheit, die dem unendlichen und formlosen Nichts entrissen wurde.